Planspiel: Naturschutzkonferenz zu Palmöl-Plantagen im Regenwald
Was hat das mit mir und dem Klima zu tun?
Für die Oberstufe ist der Zusammenhang zwischen Klimaschutz und biologischer Vielfalt besonders aus ökonomischer und sozialer Sicht interessant. Mit steigender Weltbevölkerung und gleichzeitig wachsenden Konsumansprüchen sind wir darauf angewiesen, Perspektiven für einen nachhaltigen Umweltschutz zu entwickeln. Schüler/-innen gehen der Frage nach, wie unser Lebensstil das Ökosystem Regenwald beeinflusst. In Kleingruppen erarbeiten sie sich verschiedene Positionen zur Thematik Palmölanbau im Regenwald.
In den letzten Tropenwaldparadiesen Südostasiens entstehen Plantagen für Palmölpflanzen. Wird der Wald für Anbauflächen aber brandgerodet oder abgeholzt, ist nicht nur das Aussterben des Orang-Utans besiegelt und die Lebensgrundlage der lokalen Kleinbauern in Gefahr, sondern auch unser Klima. Denn der Wald ist ein wichtiger CO2-Speicher. Zudem entweicht aus dem abgebrannten Torf der Regenwaldböden Methan, welches den Treibhauseffekt und damit auch den Klimawandel verstärkt.
Generell sind Konflikte bei der Nutzung von Regenwaldressourcen vorprogrammiert. Aber die Nachfrage nach Palmöl steigt weltweit beständig. Denn es steckt in vielen Supermarktprodukten: in Kosmetika, Margarine, Waschmitteln, Süßigkeiten ... Gleichzeitig kann Palmöl als Biokraftstoff dienen und Sprit beigemischt werden. Soll der Regenwald unter Schutz gestellt und erhalten werden, müssen viele Interessen unter einen „Hut“ gebracht werden. Wie kann dies gelingen?
Das Begleitprogramm ist kostenfrei.
Alterstufe: 11. bis 13. Klasse
Dauer: 2 bis 3 Stunden
Methoden und Kompetenzen
Thematischer Einstieg mit kurzer Führung durch die interaktive Ausstellung. Planspiel: Schüler/-innen schlüpfen in die Rolle von Kleinbauern, Umweltaktivisten, Plantagenbesitzern oder Palmölkonsumenten und diskutieren. Sie versuchen die ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen „unter einen Hut“ zu bringen und gemeinsam Perspektiven zu entwickeln. Es werden kreativ, aber dennoch realitätsnah in den verschiedenen Rollen Problemfelder aufgearbeitet. Verschiedene Seiten und Interessenkonstellationen werden beleuchtet. Über die spielerische Auseinandersetzung in der Konferenzsimulation können Lern- und Austauschprozesse angestoßen werden. Schüler/-innen können sich nicht nur Konflikte erschließen, sondern erkennen auch Zusammenhänge und Lösungsperspektiven.


